Schulkleidung ist nicht Schuluniform - Presse - Schule, Markenkleidung, Kleidung, Schulkleidung, Schuluniform, Arbeitskleidung, Kollektion, Klamotten, Kinder, Schüer, Gleichberechtigung, Schulkleidungskollektion, Gewaltprävention, Grundschule, Realschule, Hauptschule, Gesamtschule, Gymnasium

Karin Brose hat vor vier Jahren einheitliche Schulkleidung an einer Haupt- und Realschule in Hamburg-Sinstorf eingeführt. In Klassen, die Schulkleidung tragen, gibt es deutlich weniger Integrations-probleme und daher mehr Zeit zum Lernen. Schulkleidung ist die Arbeitskleidung in der Schule - Im Jahr 2000 habe ich zusammen mit der Elternschaft in meiner Schule in Hamburg-Sinstorf, erstmalig an staatlichen Schulen in Deutschland, einheitliche Kleidung für Schüler eingeführt. Ich habe dafür den Begriff Schulkleidung geprägt. Dieses Buch ist ein Leitfaden für diejenigen, die Schulkleidung an ihrer Schule einführen wollen. Die Kapitel Logistik, Kollektion, "leine Warenkunde, Juristische Grundlagen und Pressearbeit helfen Ihnen Fehler zu vermeiden. Im Kapitel Das pädagogische Konzept erfahren Sie, dass Schulkleidung nicht zur Gleichmacherei führt, sondern die individuelle Entwicklung der Kinder fördert.
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Schulkleidung ist nicht Schuluniform

„Das ist doch ein Thema aus der Mottenkiste. Gibt es nichts Wichtigeres?“

So kommentierte ein Leser des Hamburger Abendblattes die Ankündigung der CDU, sich für die Einführung  einheitlicher Schulkleidung in Hamburg stark machen zu wollen.

Ausgelöst wurde diese Äußerung ganz sicher durch die Überschrift des Berichtes im Hamburger Abendblatt, in der der Redakteur von „Uniform“ sprach.

Dieses Wort sitzt fest in unseren Köpfen. Es ist in jedem Fall negativ besetzt, denn wir wollen  nicht uniform werden. Wir denken an Gleichmacherei, an Militär, Unfreiheit und  Fremdbestimmung.  Wir denken an traditionelle Schuluniformen in Großbritannien, deren unterschiedliche Qualität  die Finanzkraft der Elternhäuser ins Klassenzimmer spiegelt.

Deutschland ist  mit Sicherheit nicht das Land für eine uniformierte Jugend.

Aus diesem Grunde arbeite ich seit über drei Jahren an einem Bekleidungskonzept für unsere deutschen Schüler. Ich habe es „Schulkleidung“ genannt und damit einen neuen Begriff  für  Arbeitskleidung in der Schule geprägt.

Deutschland ist ein Land mit großen Bildungs- und Ausbildungsproblemen. Die Akzeptanz der Schule und ihrer Lehrkräfte muss  wieder steigen. Es muss sich aber nicht nur das Studium und die praktische  Ausbildung der Lehrkräfte verändern. Ein hohes Lehrerengagement  und deren Vorbildfunktion ist ebenso eine wesentliche Grundlage für erfolgreiches Lehren.

Wir wünschen uns auch, dass unsere Jugend zu Werten wie Disziplin, Achtung und  positivem Sozialverhalten zurückfindet.

Ein Wandel der inneren Haltung  zu Egoismus und Egozentrik veränderten und  verändern immer noch unsere Gesellschaft und somit auch die Schule. Die Stellung des Kindes ist heute eine ganz Andere, als noch in den 80er Jahren. Durch die eingeschränkte Zeit, die Eltern mit ihren Kindern verbringen, sind diese sich selbst und anderen Kindern überlassen. Ihnen werden  zu früh Entscheidungen selbst überlassen, mitunter aus der Situation auch abverlangt.

Kinder sind damit einerseits überfordert, andererseits leiten sie daraus ab, dass sie in allem das Recht haben, selbst zu entscheiden. Normen wie Disziplin und Folgsamkeit   sind dadurch ad absurdum geführt.

In der Bildung müssen wir aber deutlich weg von einer seit den siebziger Jahren wachsenden Beliebigkeit auf allen Seiten.

Einheitliche Schulkleidungist ein Baustein in diesem Bestreben. Wenn  Lehrkräfte dieses grundsätzlich in den Mittelpunkt ihrer Erziehung stellen, entwickeln Schüler das Zusammengehörigkeitsgefühl, das nötig ist, für gemeinsames Lernen.

Schulkleidung hat im Gegensatz zur Schuluniform Akzeptanz, weil sie frei wählbar  ist. Die Schüler identifizieren sich mit "ihrer Schulkleidung", weil sich jeder aus einer umfassenden Kollektion von gleichwertigen Kleidungsstücken typgerecht und nach seiner jeweiligen Stimmung kleiden kann. Nur  Farbe und  Logo sind festgeschrieben. Die Jugendlichen fühlen sich wohl und demonstrieren  bewusst das von ihnen erarbeitete WIR ihrer Klasse oder Schule. Sie entwickeln ein gesundes Selbstbewusstsein und sind ganz frei in der Entfaltung ihrer Individualität. Einengung durch Modediktate oder Markenzwang entfällt.

Schulkleidung ist preiswert und entlastet den Kleideretat der Elternhäuser erheblich.

Das so genannte „Abziehen“ von Kleidung wird sinnlos.

„Schulkleidung“ ist moderne Kleidung mit Schullogo für Junge Leute, auf dem Weg zu besserem Lernen. Sie kann niemals „Uniform“ sein.



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